Fund einer Bronzefibel bei Mühlen
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Hintergrund
Im Rahmen seiner Nachforschungen zu archäologischen Bodenfunden sammelte Pfarrer Markus Gierlinger Hinweise auf ältere Entdeckungen im Gemeindegebiet von Vachendorf. Dabei gelangten immer wieder Fundstücke in seinen Besitz, die bereits Jahrzehnte zuvor gefunden worden waren.
Das Ereignis
Im Juni 1880 erhielt Markus Gierlinger vom Mair von Mühlen die Hälfte einer Bronzefibel. Nach den überlieferten Angaben war das Fundstück bereits um das Jahr 1825 entdeckt worden.Der Fund stammte aus einer damals noch bestehenden Kiesgrube bei Mühlen, die später verfüllt und landwirtschaftlich genutzt wurde. Erst viele Jahrzehnte nach der Entdeckung gelangte die Fibel in das Blickfeld der Heimatforschung und wurde durch Gierlinger dokumentiert.
Bedeutung und Folgen
Die Bronzefibel gehört zu den frühen archäologischen Einzelfunden aus dem Raum Vachendorf. Fibeln dienten in vorgeschichtlicher und frühgeschichtlicher Zeit als Gewandspangen und stellen wichtige Zeugnisse für Kleidung, Handwerk und kulturelle Beziehungen dar.Der Fund zeigt zugleich, dass zahlreiche Bodenfunde lange Zeit in Privatbesitz verblieben und erst später wissenschaftlich erfasst wurden.
Quellenlage
Der Fund ist durch die Aufzeichnungen von Pfarrer Markus Gierlinger in der Vachendorfer Pfarrchronik überliefert. Eine spätere Erwähnung findet sich in der Zusammenstellung archäologischer Funde durch Franz Liebl.Der heutige Verbleib der Fibel ist unbekannt.