Mixltratt Heinrich
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Heinrich Mixltratt und die Pfarrei Vachendorf
Heinrich Mixltratt wird im Jahr 1463 im Zusammenhang mit der Pfarrei Vachendorf erwähnt. Die Datierung erfolgt nach dem mittelalterlichen Kirchenkalender mit dem Hinweis:„Freytag vor dem heiligen Palmtag 1463“
Die Jahrtagsstiftung am Pattenberg
Nach der Chronik von Hans Schneider (1995) wird Heinrich Mixltratt in einer Urkunde zur Jahrtagsstiftung Götschl am Pattenberg genannt. Jahrtagsstiftungen dienten im Mittelalter dem dauerhaften Totengedenken. Aus den gestifteten Einkünften wurden regelmäßig Gottesdienste und Gebetsleistungen für Verstorbene finanziert. Solche Stiftungen gehörten zu den wichtigsten religiösen und sozialen Einrichtungen des spätmittelalterlichen Gemeindelebens. Die Erwähnung zeigt die enge kirchliche Verbindung zwischen Vachendorf und den umliegenden Gemeinden des Chiemgaus sowie die Bedeutung religiöser Stiftungen im kirchlichen Leben des 15. Jahrhunderts.
Historischer Hintergrund
Im 15. Jahrhundert gehörten Bergen, Siegsdorf und weitere Orte noch zum erweiterten kirchlichen Einflussbereich der Mutterpfarrei Vachendorf. Geistliche der Pfarrei wirkten daher regelmäßig auch bei religiösen und rechtlichen Vorgängen in den Nachbarorten mit.
Überlieferung und Quellenlage
Die Angaben beruhen auf der Zusammenstellung Lehrer Liebls sowie auf der Chronik von Hans Schneider aus dem Jahr 1995. Lehrer Liebl nennt:
„Heinrich Lützentrater, 1463. Er bezeugt die in Bergen gestifteten Wochenmessen.“ Hans Schneider korrigiert die Namenslesung zu:
„Mixltratt Heinrich“ und verweist auf eine Urkunde zur Jahrtagsstiftung Götschl am Pattenberg.