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Lienhard Tengler, Vikar

1431 erwähnter Vikar von Vachendorf im Zusammenhang mit einem Benefizium in Ruhpolding.

description Biography

Lienhard Tengler als Vikar von Vachendorf

Lienhard Tengler wird im Jahr 1431 als Vikar der Pfarrei Vachendorf erwähnt. Die Überlieferung stammt aus einer von Lehrer Liebl zusammengestellten Liste der Pfarrherren von Vachendorf.

Das Benefizium von Ruhpolding

Im Zusammenhang mit Lienhard Tengler wird berichtet, dass im Jahr 1450 in Ruhpolding ein Benefizium gestiftet wurde. Ein Benefizium war im Mittelalter eine kirchliche Stiftung zur finanziellen Versorgung eines Geistlichen. Solche Einrichtungen dienten häufig:

  • der Abhaltung regelmäßiger Gottesdienste,
  • dem Totengedenken,
  • oder der Sicherung seelsorgerischer Aufgaben.

Die Erwähnung zeigt die zunehmende organisatorische und wirtschaftliche Ausdifferenzierung kirchlicher Strukturen im Chiemgau des 15. Jahrhunderts.

Historischer Hintergrund

Vikare unterstützten die Pfarrer bei der Seelsorge und übernahmen zusätzliche liturgische Aufgaben. Ihre Bedeutung nahm besonders in größeren Pfarrverbänden des Spätmittelalters zu. Zur Pfarrei Vachendorf gehörten damals auch Ruhpolding, Siegsdorf und Bergen. Die Erwähnung eines Benefiziums in Ruhpolding verweist auf die zunehmende organisatorische Ausdifferenzierung dieser weitläufigen Pfarrstruktur im 15. Jahrhundert.

Überlieferung und Quellenlage

Die Angaben beruhen auf der Zusammenstellung Lehrer Liebls. Dort heißt es:„Lienhard Tengler, Vikar, 1431. 1450 wird Ruhpolding ein Beneficium gestiftet.“


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