Braunmüller Michael, Pfarrer
description Biography
Herkunft und Ausbildung
Michael Braunmüller wurde 1803 in München geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Philosophie und Theologie in Landshut. 1827 wurde er zum Priester geweiht. Seine ersten Seelsorgestellen führten ihn nach Feichten, Steinkirchen und schließlich nach Otting.
Pfarrer von Vachendorf
1840 übernahm Braunmüller die Pfarrei Vachendorf. Während seiner 25-jährigen Amtszeit prägte er das religiöse, schulische und gesellschaftliche Leben der Gemeinde nachhaltig. Er galt als volkstümlicher, aber zugleich durchsetzungsstarker Geistlicher.
Schulwesen und Gemeindeentwicklung
Braunmüller setzte sich intensiv für die Verbesserung des Schulwesens ein. Unter seiner Mitwirkung entstand das neue Schulhaus in Vachendorf. Als Distriktschulinspektor wirkte er auch über die Pfarrei hinaus auf die Entwicklung des Bildungswesens ein.
Landwirtschaftlicher Förderer
Als engagierter Landwirt und Organisator förderte Braunmüller die Flurbereinigung, Entwässerung und Verbesserung landwirtschaftlicher Flächen. Für seine Verdienste wurde ihm eine Silbermedaille zuerkannt. Er stand dem Landwirtschaftlichen Central-Verein vor.
Altertumsforscher
1842 erkannte Braunmüller die Bedeutung eines römischen Bronzetäfelchens, das bei Vachendorf gefunden worden war. Durch seine Untersuchungen und Meldungen an wissenschaftliche Stellen trug er wesentlich zur Erforschung römischer Spuren im Chiemgau bei.
Persönlichkeit
Zeitgenossen beschrieben Braunmüller als hochgebildet, sprachkundig, humorvoll und streitbar. Er interessierte sich für Geschichte, Landwirtschaft und Bildung gleichermaßen und nahm regen Anteil am politischen und gesellschaftlichen Geschehen seiner Zeit.