Nistler Wolfgang, Gemeinderat, Sportverein, Bankvorstand
description Biografie
Ein Leben für Vachendorf, den Sport und die Menschen
Geboren wurde er in Neuendettelsau als Sohn von Ludwig und Agathe. Gegen Ende des Krieges, 1945, kam er als Bub mit seinen Geschwistern Dieter und Hermine nach Vachendorf. Hier verbrachte er seine Schulzeit und wuchs in einer Zeit des Aufbruchs auf, mit viel Gemeinschaftssinn, Bodenständigkeit und dem Gefühl, dass man etwas gestalten kann, wenn man zusammenhält.
Der Weg zur Bank
Nach der Schule begann er seine Banklehre im Raiffeisenlagerhaus. Früh zeigte sich sein Gespür für Verantwortung und für den Umgang mit Menschen. Bereits in jungen Jahren übernahm er die Leitung der Raiffeisenbank-Zweigstelle in Vachendorf. 1966 heiratete er seine Frau Angelika Dolores – ein gemeinsamer Lebensweg begann, getragen von Familie, Verlässlichkeit und vielen gemeinsamen Unternehmungen. Später führte ihn sein beruflicher Weg nach Traunstein, wo er lange Jahre eine Führungsposition innerhalb der Raiffeisenbank einnahm. Dabei wurde auch das Bankgebäude in Traunstein unter seiner Mitwirkung geminsam mit Architekt Toni Bachmayer neu gestaltet.
Sport als Lebenshaltung
Sport spielte in seinem Leben eine besondere Rolle. In jungen Jahren war er leidenschaftlicher Fußballer und viele Jahre als Libero aktiv. Bewegung, Gemeinschaft und Fairness bedeuteten ihm viel. Später widmete er sich verstärkt dem Breitensport: Langlauf, Tennis, Berggehen und viele sportliche Aktivitäten gehörten ganz selbstverständlich zu seinem Alltag. Er war Mitinitiator der Tennisplätze in Vachendorf und engagierte sich stark beim Bau der Turnhalle. Sogar beim Windsurfen gehörte er zu den Pionieren der Region, mit Freude am Neuen und einem gewissen Abenteuergeist.
Engagement für die Gemeinde
Über viele Jahre hinweg wirkte er im Gemeinderat, war Kassier beim Sportverein und engagierte sich auch in seiner Freizeit, beispielsweise beim Turnhallenbau.
Offen für Geschichte, Kunst und Natur
Neben Beruf und Ehrenamt galt sein Interesse auch der Geschichte, der Kunst und der Natur. Er las gerne, interessierte sich für historische Zusammenhänge und hatte ein feines Gespür für kulturelle Themen. Die Berge, das Reisen und die Natur bedeuteten ihm viel. Schwammerlsuchen, unterwegs sein, entdecken – all das gehörte zu seinem Leben ebenso wie die Freude daran, Neues kennenzulernen und den Blick offen zu halten.
Ein Mensch mit Tatkraft und Herz
Wer ihn kannte, erinnert sich an einen aktiven, interessierten und geselligen Menschen. Einer, der gerne unterwegs war, der gestalten wollte und der für seine Familie, seine Heimatgemeinde und seine Mitmenschen viel Zeit und Energie eingebracht hat. Ein Leben voller Bewegung – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.