Neueindeckung des Kirchturms von Vachendorf
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Neueindeckung des Kirchturms von Vachendorf

Der Turm der Pfarrkirche erhielt eine neue Dacheindeckung und wurde damit für die kommenden Jahrzehnte gesichert.

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Eine der bedeutendsten Baumaßnahmen der Hippelli-Zeit

Im Jahr 1822 erhielt der Turm der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Vachendorf eine neue Dacheindeckung. Die Arbeiten gehörten zu den größten Bauvorhaben der Pfarrei während der Amtszeit von Pfarrer Georg Hippelli und dienten der langfristigen Sicherung des Kirchturms.

Handwerker aus der Region

Mit der Ausführung wurde der Zimmermeister Georg Haarbacher beauftragt. Die Arbeiten leitete der Palier Simon Prechler. Zahlreiche Gesellen und Handlanger aus der Umgebung wirkten an dem Vorhaben mit. Die große Beteiligung zeigt, welche Bedeutung die Pfarrkirche für die Dorfgemeinschaft besaß.Im Zuge der Arbeiten wurde auch der Turmknopf neu vergoldet. Die Turmschnecken wurden vollständig erneuert und von einem Kupferschmied aus Marquartstein angefertigt.

Ein moderner Blitzableiter für die Pfarrkirche

Besonders bemerkenswert war die Anbringung eines Blitzableiters durch Professor und Hofrat Maher aus München. Blitzableiter galten zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch als technische Neuerung und waren auf ländlichen Kirchen keineswegs selbstverständlich. Die Installation stellte einen wichtigen Fortschritt für den Schutz des Gotteshauses dar.

Das „Friedensthal“

Pfarrer Georg Hippelli berichtet über die Arbeiten in ungewöhnlich persönlicher Weise. Er hebt ausdrücklich hervor, dass die gesamte Baumaßnahme „ohne Unglück“ verlaufen sei. Die ganze Gemeinde habe sich über das Gelingen gefreut und unter allen Beteiligten hätten Harmonie, Friede und Einverständnis geherrscht.Von diesem Eindruck bewegt, soll Professor und Hofrat Maher Vachendorf den Namen „Friedensthal“ gegeben haben. Hippelli hielt diese Bezeichnung in seiner Chronik fest und verband sie mit einem Wunsch an die Nachwelt:

„Möchten die Einwohner sich dieses Titels stetts würdig bezeugen!!!“

Nach Jahren der Belastungen durch Kriegsfolgen, Teuerungen, Streitigkeiten um Pfarrrechte und wirtschaftliche Not erscheint die Turmrenovierung in der Chronik als ein seltenes Zeichen von Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn. Der Name „Friedenstal“ beschreibt daher weniger die Landschaft als vielmehr den Geist der Dorfgemeinschaft, den Hippelli im Jahr 1822 wahrnahm.Seinen Bericht schließt der Pfarrer mit den bemerkenswerten Worten:

„Wenn Todte sprechen, wird man doch mehr glauben!“

Damit verlieh er dieser Erinnerung den Charakter eines Vermächtnisses an spätere Generationen.


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Kirchturm Kirchenrenovierung

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