Einführung der staatlichen Schulaufsicht in Bayern
event Ereignisse
event 1919

Einführung der staatlichen Schulaufsicht in Bayern

Mit der Schulreform von 1919 ging die Schulaufsicht von der Kirche auf den Staat über. Bezirksschulräte übernahmen die fachliche Leitung und Aufsicht

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Hintergrund

Über mehr als ein Jahrhundert lag die Aufsicht über die Volksschulen überwiegend in den Händen der Kirche. Die örtliche Schulaufsicht übten meist Pfarrer als Lokalschulinspektoren aus. Daneben bestanden geistliche Distriktschulinspektionen.Mit den politischen Veränderungen nach dem Ersten Weltkrieg entstand der Wunsch nach einer stärkeren fachlichen Leitung des Schulwesens durch ausgebildete Pädagogen.

Die Reform von 1919

Im Jahr 1919 ging die Schulaufsicht auf staatliche Stellen über. Die geistliche Schulinspektion wurde aufgehoben. An ihre Stelle traten Bezirksschulräte, die von der Regierung bestellt wurden und selbst aus dem Lehrberuf kamen.Damit erhielt das Volksschulwesen erstmals eine flächendeckende fachliche Aufsicht durch erfahrene Lehrer.

Folgen für die Schulen

Die Reform brachte mehrere Veränderungen:

  • Einführung der staatlichen Fachaufsicht
  • Ernennung von Bezirksschulräten
  • Verbeamtung der Volksschullehrer
  • Trennung von Schuldienst und niederen Kirchendiensten
  • Aufhebung der Sonn- und Feiertagsschulen
  • Entwicklung gewerblicher und landwirtschaftlicher Berufsschulen

Bedeutung für Vachendorf

Auch die Schule in Vachendorf wurde Teil der neuen staatlichen Schulorganisation. Mit Rasso Baader erhielt der Landkreis Traunstein seinen ersten Bezirksschulrat. Die Reform prägte den Schulalltag der folgenden Jahrzehnte und bildet den Hintergrund für spätere Ereignisse wie den Schulstreik von Vachendorf im Jahr 1921.


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