Familie Liebl wohnt bei Frau Zauner
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Familie Liebl wohnt bei Frau Zauner

Die Familie Liebl findet bei Frau Zauner in Vachendorf ihre erste gemeinsame Unterkunft.

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Ankommen in Vachendorf

Nachdem Franz Liebl seine Lehrerstelle in Vachendorf angenommen hatte, blieb die Familie zunächst noch getrennt. Franz wohnte vorerst allein im alten Schulhaus, während Traudl Liebl noch bei ihren Eltern in Lambach blieb. Erst später zog sie mit der kleinen Tochter Helga nach Vachendorf nach. Die Wohnungsnot der Nachkriegszeit war groß. Deshalb suchte die Familie nach einer Unterkunft im Ort. Schließlich nahm die Familie Zauner die Liebls bei sich auf.

Wohnen bei Frau Zauner

Nach den Erinnerungen Traudl Liebls erhielt die Familie zunächst ein größeres Zimmer im Haus der Familie Zauner. Später kam noch ein kleines Schlafzimmer hinzu. Dort lebten Franz und Traudl Liebl mit ihren Kindern mehrere Jahre lang zusammen.Traudl erinnerte sich daran, dass bei Frau Zauner häufig Lehrerinnen und Lehrer untergebracht waren. Die Wohnsituation war einfach und beengt, entsprach jedoch der allgemeinen Situation der unmittelbaren Nachkriegsjahre. Besonders eindrücklich schilderte sie die damaligen Lebensbedingungen: Lebensmittel waren knapp, Wohnraum war rar und vieles musste improvisiert werden. Gleichzeitig beschreibt sie die Zeit in Vachendorf als von Hilfsbereitschaft geprägt.

Alltag der Nachkriegszeit

Die Familie lebte in einfachen Verhältnissen. Im Keller befand sich ein Badebereich mit einem großen Wasserkessel, in dem das Wasser zum Baden erhitzt wurde. Ähnliche Erinnerungen schilderte Traudl Liebl bereits aus früheren Unterkünften der Nachkriegszeit. Die Zeit bei Frau Zauner fiel in jene Jahre, in denen sich die Familie langsam im Ort verwurzelte. Die Kinder wuchsen heran, Franz Liebl arbeitete als Lehrer im alten Schulhaus und die ersten dauerhaften Beziehungen innerhalb der Dorfgemeinschaft entstanden.

Bedeutung für die Ortsgeschichte

Das Wohnen bei Frau Zauner zeigt beispielhaft die Situation vieler Heimatvertriebener in der Nachkriegszeit. Private Haushalte nahmen Familien auf, teilten Wohnraum und ermöglichten damit einen Neubeginn. Für die Familie Liebl war die Zeit bei Frau Zauner eine wichtige Übergangsphase zwischen Vertreibung und dauerhaftem Ankommen in Vachendorf. Von hier aus entwickelte sich jene enge Verbindung zum Ort, die später Franz Liebls heimatkundliches Wirken prägen sollte.


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