Fund von Schnallen unbekannter Herkunft zwischen Geiselprechting und Einharting
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Hintergrund
Im Zusammenhang mit seinen Untersuchungen zu den Bodenfunden im Raum Geiselprechting hielt Pfarrer Michael Braunmüller auch ältere Überlieferungen über inzwischen verlorene Funde fest. Diese stützten sich bereits zu seiner Zeit auf mündliche Berichte.
Das Ereignis
Nach Angaben von Zeitzeugen wurden in einer Sandgrube zwischen Geiselprechting und Einharting etwa drei Jahrzehnte vor 1842 mehrere Schnallen unbekannter Herkunft gefunden. Die Fundstücke gelangten anschließend in den Besitz eines Bindermeisters in Vachendorf.Dort sollten die Metallstücke eingeschmolzen oder umgearbeitet werden, um daraus kleine Glocken oder Schellen für Pferdegeschirre herzustellen. Kurz darauf verstarb der Handwerker. Über den weiteren Verbleib der Funde war bereits zur Zeit Braunmüllers nichts mehr bekannt.Der Fund selbst konnte deshalb weder wissenschaftlich untersucht noch dokumentiert werden.
Bedeutung und Folgen
Das Ereignis zeigt den Umgang mit archäologischen Funden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Altertümer wurden häufig als Gebrauchsmetall betrachtet und gelangten nur selten in wissenschaftliche Sammlungen.Franz Liebl vermutete später, dass es sich bei den verlorenen Fundstücken möglicherweise um Bronzefibeln gehandelt haben könnte. Eine sichere Bestimmung ist aufgrund des Verlustes jedoch nicht mehr möglich.Der Fund gilt heute als verschollen.
Quellenlage
Die Überlieferung beruht auf den Aufzeichnungen von Pfarrer Michael Braunmüller in der Vachendorfer Pfarrchronik. Bereits Braunmüller selbst stützte sich auf mündliche Berichte über einen mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Fund. Eine wissenschaftliche Dokumentation der Fundstücke ist bislang nicht bekannt.