Deponierung des Ringbarrenhorts
event Ereignisse
event ca. 2000 v. Chr.

Deponierung des Ringbarrenhorts

In der frühen Bronzezeit wurden die Ringbarren an einem Abhang in der Nähe eines Mooses deponiert

description Beschreibung

Verwahrung oder Opfer?

Die genaue Motivation der Niederlegung ist bis heute ungeklärt und wird in der archäologischen Forschung unterschiedlich interpretiert. Einerseits wird ein Verwahr- oder Notdepot diskutiert, wie es entlang wichtiger Verkehrswege der Bronzezeit mehrfach nachgewiesen ist. Andererseits sprechen mehrere Merkmale der Fundstelle für eine kultische oder rituelle Deponierung: die geordnete Ablage, die vollständige Erhaltung der Objekte, die Bündelung der Barren sowie die Lage am Rand eines Moorgebietes und an einer markanten Geländekante. Moore und Übergangszonen galten in vielen vorgeschichtlichen Kulturen als besondere Orte, an denen wertvolle Gegenstände bewusst niedergelegt wurden.

Einmalige Niederlegung

Da keine weiteren Gegenstände oder Siedlungsspuren festgestellt wurden, wird der Hort heute überwiegend als gezielte und einmalige Niederlegung interpretiert. Der Fund stellt den bislang ältesten Nachweis menschlicher Tätigkeit im historischen Pfarrgebiet Vachendorf dar und zählt zu den bedeutenden bronzezeitlichen Hortfunden des Chiemgauraumes.

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