Vachendorf begeht Kirchenbau-Jubiläum
description Beschreibung
Inhalt
Der Beitrag entstand anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Vachendorfer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Franz Liebl schildert die Entstehung des heutigen Gotteshauses in den Jahren 1680 bis 1682 und beschreibt die Vorgeschichte des Neubaus. Die mittelalterliche Kirche galt als baufällig und zu klein geworden, weshalb sich Pfarrer Johannes Opperneder und die Pfarrgemeinde für einen vollständigen Neubau einsetzten. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Graubündner Baumeister Lorenzo Sciasa, der Planung und Ausführung leitete. Der Artikel zeichnet dessen Wirken im Chiemgau nach und ordnet die Vachendorfer Kirche in sein umfangreiches Schaffen ein. Ausführlich behandelt werden Finanzierung, Bauverlauf, Architektur und die feierliche Weihe des Gotteshauses im Jahr 1690. Darüber hinaus beschreibt der Beitrag spätere Veränderungen, darunter die Turmerhöhung von 1724/25 sowie die Wiederherstellung nach dem Kirchenbrand von 1891. Mehrere historische Abbildungen, Bauzeichnungen und Quellenzitate ergänzen die Darstellung.
Historischer Kontext
Der Kirchenbau fällt in die Blütezeit des bayerischen Barock nach dem Dreißigjährigen Krieg. In dieser Epoche entstanden zahlreiche neue Kirchenbauten, die den wirtschaftlichen und religiösen Aufschwung des Landes widerspiegeln. Die Pfarrkirche Vachendorf gehört zu den bedeutenden barocken Sakralbauten des Chiemgaus.
Bedeutung
Der Artikel dokumentiert die Entstehung eines der wichtigsten historischen Bauwerke Vachendorfs. Er verdeutlicht die Rolle der Pfarrgemeinde, des Pfarrers Johannes Opperneder und des Baumeisters Lorenzo Sciasa bei der Gestaltung des Ortsbildes, das bis heute von der Pfarrkirche geprägt wird.
Quellenwert
Der Beitrag wertet Kirchenrechnungen, Pfarrakten und ältere Forschungen zur Baugeschichte aus. Besonders wertvoll sind die Angaben zu Planung, Finanzierung und Ausführung des Kirchenbaus sowie die historischen Abbildungen der Kirche vor und nach dem Brand von 1891.