Auch ein Wirtshaus hat seine Geschichte
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Inhalt
Der Beitrag verfolgt die Geschichte des Vachendorfer Postgasthauses von seinen Anfängen im frühen 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart des Jahres 1978. Franz Liebl schildert die Entstehung der Schank- und Tavernenrechte, den Aufbau des Metzgerei- und Gastwirtschaftsbetriebs sowie die Entwicklung des Anwesens unter mehreren Generationen der Familie Steffel.Ein Schwerpunkt liegt auf den wirtschaftlichen und rechtlichen Auseinandersetzungen um die Tavernen- und Metzgereigerechte. Der Artikel beschreibt den Konkurrenzkampf mit Wirten und Metzgern der Nachbargemeinden sowie die wiederholten Beschwerden bei Behörden und Gerichten. Gleichzeitig wird deutlich, welche Bedeutung Gastwirtschaft, Landwirtschaft, Viehhandel und Postbetrieb für das Anwesen besaßen. Ausführlich dargestellt werden die Familie Steffel, ihre Rolle im Gemeindeleben, die Entwicklung des Hofes und die verschiedenen baulichen Veränderungen des Anwesens. Besondere Ereignisse sind die Verleihung der Taverngerechtigkeit im Jahr 1823, die Blütezeit des Gasthauses im 19. Jahrhundert, die Versteigerung des Besitzes im Jahr 1903 sowie der Brand des Postgasthauses im Jahr 1911 mit dem anschließenden Neubau von 1912. Der Beitrag vermittelt damit zugleich ein Bild der Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte Vachendorfs über mehr als zweieinhalb Jahrhunderte.